Zurück Menü

Tour 1: Cranach in Weimar Tour 1: Cranach in Weimar
 

Im Jahre 1552 betrat der berühmte Maler Lucas Cranach der Ältere (1472–1553) erneut die Bühne Weimars. Hier verbringt er sein letztes Lebens- und Schaffensjahr. Die im 16. Jahrhundert etwa 3 000 Einwohner große Stadt Weimar gehörte seit 1485 zum Gebiet des Kurfürstentums Sachsen. Diese Tour hat ihren Startpunkt bereits 35 Jahre vor dem Eintreten Cranachs in Weimar mit dem Wirken seines »spiritus rectus« Martin Luther.

Tour 2: Städtebauliche Selbstinszenierung Tour 2: Städtebauliche Selbstinszenierung
 

Im Zeitraum von 1770 bis 1830 avancierte Weimar zu einem geistigen Mittelpunkt Deutschlands. Berühmte Dichter, Künstler und Philosophen bescherten Weimar auf kultureller Ebene ein goldenes Zeitalter.
Das äußere Erscheinungsbild der Stadt konnte um 1800 dem Anspruch eines kulturellen Zentrums nur bedingt gerecht werden. Der Weimarer Hof sowie einige wohlhabende Bürger initiierten deshalb ab 1770 mehrere Bauprojekte, die den kulturellen Ruf Weimars nicht nur auf literarischer, sondern auch auf städtebaulich-architektonischer Ebene nach außen transportieren sollten.

Tour 3: Goethes Faust Tour 3: Goethes Faust
 

Weder seine Studien noch die alltäglichen Freuden können dem irgendwo an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit lebenden Gelehrten Heinrich Faust Erfüllung bringen. Verzweifelt an der
Wissenschaft, verzweifelt am Leben, geht er mit dem Teufel Mephistopheles eine »Wette« um seine Seele ein. Mephisto begleitet Faust durch die »kleine« und die »große Welt« – ohne die Wette und Fausts Seele tatsächlich zu gewinnen. Am Ende stirbt Faust, tragisch verstrickt in Schuld; seine Seele gehört jedoch nicht dem Teufel, denn: »Zum Augenblicke dürft’ ich sagen: Verweile doch, du bist so schön!« – Er könnte es sagen, tut es aber nicht.

Tour 4: Goethes Lyrik Tour 4: Goethes Lyrik
 

Auf dieser Tour werden Gedichte Goethes uns begleiten, die aus verschiedenen Lebensjahrzehnten des Dichters stammen. So lernen wir nicht nur ein wenig Literatur und Literaturgeschichte kennen, sondern erfahren zugleich etwas über Goethe und die Menschen, mit denen er in Weimar zu tun hatte.

Tour 5: Franz Liszt Tour 5: Franz Liszt
 

Mit dem Mozart-Meisterschüler Johann Nepomuk Hummel weilte schon seit 1819 ein Klaviervirtuose von hohem Rang als Hofkapellmeister in Weimar. Er wurde jedoch an Ruhm und Können bei weitem von Franz Liszt überragt, dessen Wanderungen durch die Konzertsäle Europas im Jahre 1848 vorerst hier endeten. Ungar von Herkunft, Deutscher in der Sprache, Franzose durch Neigung und Europäer aus Überzeugung – so könnte man den Pianisten und Komponisten charakterisieren, dessen Weimarer Wirken erst im Kontext des »Silbernen Zeitalters«, der Regierungszeit Carl Alexanders 1853–1901, angemessen verstanden werden kann.

Tour 6: Antikerezeption Tour 6: Antikerezeption
 

Diese Tour führt zu architektonischen und bildkünstlerischen Zeugnissen für die Weimarer Antikerezeption zwischen Aufklärungsära und industrieller Revolution. Wir begegnen Bildnissen von Musen und Göttern sowie Denkmälern derjenigen Autoren, deren Werke maßgeblich für die deutsche »Griechensehnsucht« in »Klassik« und »Nachklassik« geworden sind.

Tour 7: Carl August und Goethe Tour 7: Carl August und Goethe
 

Wohl kaum eine Männerbeziehung der deutschen Kulturgeschichte ist folgenreicher gewesen als die zwischen Carl August und Johann Wolfgang von Goethe. Von 1775 bis 1828 währte der Kontakt zweier selbstbewusster Persönlichkeiten, den man mit dem Begriff »Freundschaft« nicht zutreffend beschreibt. Bei aller Sympathie standen Standes- und Temperamentsunterschiede, Differenzen in Lebenshaltung und Weltanschauung sowie unterschiedliche ästhetische Vorlieben immer wieder zwischen ihnen. Doch waren es eben diese Unterschiede, die eine höchst produktive Arbeits- und Aktionsgemeinschaft zwischen dem Fürsten und seinem Minister stifteten.

Tour 8: Nationalsozialismus Tour 8: Nationalsozialismus
 

»Weimar und Buchenwald«, »Humanität und Barbarei« sind Topoi der Erinnerungskultur Weimars. Die enge Verknüpfung des kulturellen Erbes der Klassikerstadt mit der Geschichte des Nationalsozialismus ist aber der Stadt Weimar und selbst ihren wichtigsten Memorialstätten auf den ersten Blick kaum anzusehen. Diese Tour möchte die verborgene(n) Geschichte(n) hinter den Fassaden erzählen. Dabei wird auch der Aufstieg des Nationalsozialismus ab 1925 in Weimar als Vorgeschichte der NS-Herrschaft zur Sprache kommen.

Tour 9: Weimarer Moderne Tour 9: Weimarer Moderne
 

Diese Tour möchte einzelne Facetten einer »Weimarer Moderne« deutlich machen. Sie führt uns von der innovativen Landschaftsmalerei der Weimarer Malerschule zur Kunst des Fin de Siècle, von der Silbernen Zeit ins Neue Weimar um 1900, vom Möbeldesign zur bildenden Kunst sowie vom reinen Jugendstil zum funktionalen Modernismus in Innenarchitektur und Hausbau.

Tour 10: Aufklärung und Klassik Tour 10: Aufklärung und Klassik
 

Wer nach Weimar kommt, sucht in der Regel nach Spuren des »Klassischen«. Diese Tour möchte deutlich machen, dass er dabei immer auch der Aufklärung begegnen wird. Es gilt, die Bildungsgeschichte Weimars zu entdecken, die aufgeklärte Liebe zur Antike zu verstehen und sich mit dem Humanitätsideal des 18. Jahrhunderts zu konfrontieren.