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Goethe-Nationalmuseum mit Goethes Wohnhaus

Das Goethe-Nationalmuseum ist das bedeutendste Museum zur Präsentation und Erforschung der Lebensleistung Goethes. Seinen Kern bildet das historische Wohnhaus am Frauenplan mit Garten, in dem ein Teil von Goethes kunst- und naturwissenschaftlichen Sammlungen sowie seine Privatbibliothek zu sehen sind. Sie wurden kurz nach dem Tod des letzten Enkels Walther von Goethe in die Trägerschaft des 1885 gegründeten Goethe-Nationalmuseums überantwortet. Für die kontinuierlich anwachsenden Bestände sind 1913 und 1935 zwei Museumsbauten errichtet worden, in denen sich heute das zentrale Foyer, Ausstellungsräume, Schaumagazine, Studienräume sowie ein naturwissenschaftliches Kabinett befinden.

Goethes Wohnhaus

Im Haus am Frauenplan lebte Johann Wolfgang Goethe 50 Jahre lang bis zu seinem Tod 1832, nur unterbrochen von seinen Reisen und einem längeren Aufenthalt in Italien. In das 1709 erbaute Wohnhaus im barocken Stil zog er am 1. Juni 1782 zunächst als Mieter ein. 1792 erwarb Herzog Carl August von Sachsen-Weimar und Eisenach das Anwesen und schenkte es 1794 seinem mittlerweile in den Adelsstand erhobenen Staatsminister Goethe. Dieser ließ das Haus nach eigenen Entwürfen im Sinne seines klassizistischen Kunstideals umbauen.

In den 18 zugänglichen Räumen werden neben originalen Möbeln und anderen Ausstattungsstücken des Haushaltes auch persönliche Erinnerungsgegenstände und zahlreiche Objekte aus allen Sammlungsbereichen Goethes gezeigt: Handzeichnungen, Gemälde, Plastiken, Bronzen und Majoliken, Münzen und Medallions. Anordnung und Einrichtung entsprechen weitgehend dem Zustand in den letzten Lebensjahren des Dichters.

Lebensfluten – Tatensturm. Die Goethe-Ausstellung

Die Ausstellung präsentiert Goethe als Zeugen der um 1800 einsetzenden Moderne und zeigt sein faszinierendes Leben und Werk in zeitgenössischen Kontexten. Sie schöpft dabei aus einem einzigartigen Fundus wertvoller Originale und ergänzt somit den atmosphärischen Eindruck des Wohnhauses auf singuläre Weise.