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Goethes Gartenhaus

Das ehemalige Weinberghaus im Park an der Ilm war Goethes erster eigener Wohnsitz in Weimar. Er ersteigerte es 1776 zusammen mit dem dazugehörigen Garten. Bis zum Umzug an den Frauenplan 1782 war das Gartenhaus sein hauptsächlicher Wohn- und Arbeitsort. Ein Großteil seiner literarischen Werke aus dieser Zeit entstand dort, darunter die Ballade vom »Erlkönig« und das Gedicht »An den Mond«.

Nach Goethes Tod entwickelte sich das Gartenhaus zu einem Ort der Goetheverehrung und wurde 1886 als Memorialstätte eröffnet. Seit der Restaurierung 1995/1996 ist das Hausinnere in der von Goethe gewählten Farbigkeit wiederhergestellt. Die Einrichtungsgegenstände sind Teil des ursprünglichen Inventars. Dazu gehören seltene und originelle Möbel wie das Stehpult mit Sitzbock im Arbeitszimmer und das Klappbett im Schlafbereich. Die Bilder, Objekte und Handschriften stammen aus Goethes Nachlass. Zu sehen ist auch eine Auswahl seiner Zeichnungen, die überwiegend im Gartenhaus oder in der Umgebung entstanden.